Wenn man an Ägypten denkt, erscheinen vor dem inneren Auge meistens die berühmten Pyramiden von Gizeh. Die Große Pyramide des Cheops, die Pyramide des Chephren und die Sphinx gehören zu den bekanntesten Monumenten der Welt.
Doch die Geschichte der ägyptischen Pyramiden begann nicht in Gizeh.
Eine der wichtigsten Stationen dieser Entwicklung liegt südlich von Kairo: Saqqara. Die weitläufige Nekropole war über viele Jahrhunderte mit dem antiken Memphis verbunden und entwickelte sich zu einem der bedeutendsten Friedhöfe des alten Ägypten.
Hier steht die Stufenpyramide des Djoser, ein Bauwerk, das die königliche Architektur nachhaltig veränderte.
Ihre ungewöhnliche Form, die Verbindung mit dem berühmten Gelehrten Imhotep und die zahlreichen Gräber in ihrer Umgebung machen Saqqara zu einem der interessantesten archäologischen Orte Ägyptens.
Wer Saqqara besucht, sieht deshalb nicht nur eine alte Pyramide. Man kann nachvollziehen, wie sich die ägyptische Grabarchitektur von einfachen monumentalen Gräbern zu den gewaltigen Pyramiden entwickelte, die später in Dahschur und Gizeh entstanden.
Wo liegt Saqqara?
Saqqara befindet sich rund 30 Kilometer südlich von Kairo, westlich des Nils.
Die Nekropole liegt in der Nähe der Überreste von Memphis, einer der wichtigsten Städte des alten Ägypten. Memphis spielte über lange Zeit eine zentrale politische, wirtschaftliche und religiöse Rolle.
Die Lage der Nekropole war eng mit der religiösen Weltanschauung der Ägypter verbunden.
Der Westen hatte eine besondere Bedeutung, weil dort die Sonne unterging. Der Sonnenuntergang konnte symbolisch mit dem Tod verbunden werden, während der Sonnenaufgang für Erneuerung und Wiedergeburt stand.
Deshalb entstanden viele bedeutende ägyptische Friedhöfe auf der westlichen Seite des Nils.
Saqqara ist eines der eindrucksvollsten Beispiele dafür.
Heute erstreckt sich die archäologische Landschaft über eine große Fläche. Zwischen Wüste und Ruinen befinden sich Pyramiden, Gräber, Tempel und unterirdische Anlagen.
Saqqara – eine Nekropole mit einer außergewöhnlich langen Geschichte
Saqqara war nicht nur ein königlicher Friedhof.
Die Nekropole wurde über Jahrtausende genutzt und entwickelte sich zu einem riesigen Komplex verschiedener Grabanlagen.
Hier wurden unter anderem Könige, hohe Beamte, Priester und Angehörige der Elite bestattet.
Dadurch finden Besucher heute Monumente aus unterschiedlichen Epochen.
Zu den wichtigsten Hinterlassenschaften gehören:
- Pyramiden
- Mastabas
- Privatgräber
- unterirdische Grabkammern
- Tempel
- Kapellen
- Reliefs
- Hieroglyphen
- religiöse Texte
Diese Vielfalt macht Saqqara zu einem außergewöhnlichen archäologischen Gebiet.
Wer nur die Stufenpyramide betrachtet, sieht deshalb nur einen Teil dessen, was diesen Ort so wichtig macht.
Saqqara ist vielmehr eine historische Landschaft, in der sich verschiedene Kapitel der ägyptischen Geschichte überschneiden.
Die Stufenpyramide des Djoser
Das bekannteste Monument Saqqaras ist die Stufenpyramide des Pharaos Djoser.
Sie entstand während der 3. Dynastie, etwa im 27. Jahrhundert v. Chr.
Ihre historische Bedeutung kann kaum überschätzt werden.
Die Pyramide gilt als eine der frühesten monumentalen Steinbauten dieser Größenordnung und markiert einen entscheidenden Schritt in der Entwicklung der ägyptischen Architektur.
Auf den ersten Blick fällt vor allem ihre Form auf.
Die Stufenpyramide besitzt keine glatten Seiten wie die späteren Pyramiden von Gizeh.
Stattdessen besteht sie aus mehreren übereinanderliegenden Ebenen.
Dadurch entsteht die charakteristische Stufenform.
Diese Form war kein zufälliges architektonisches Detail.
Sie steht für eine wichtige Entwicklungsphase.
Von der Mastaba zur Pyramide
Um die Bedeutung der Stufenpyramide zu verstehen, muss man sich die älteren ägyptischen Gräber ansehen.
Eine wichtige frühe Grabform war die Mastaba.
Sie hatte normalerweise einen rechteckigen Grundriss und einen flachen oder leicht geneigten Oberbau. Die eigentliche Grabkammer befand sich darunter.
Mastabas wurden für hochrangige Personen und auch für Mitglieder der königlichen Familie errichtet.
Im Laufe der Zeit wurden königliche Grabanlagen immer größer und komplexer.
Beim Grab des Djoser wurde schließlich ein völlig neuer Weg eingeschlagen.
Die ursprüngliche Struktur wurde erweitert.
Weitere Ebenen wurden darüber errichtet.
Das Bauwerk wuchs nach oben.
Am Ende entstand ein monumentaler Bau mit mehreren Stufen.
Damit war ein entscheidender Schritt in Richtung der klassischen Pyramidenform gemacht.
Warum war die Stufenpyramide eine Revolution?
Die Stufenpyramide war nicht einfach eine größere Version eines älteren Grabes.
Sie veränderte das architektonische Denken.
Zum ersten Mal wurde ein königlicher Grabbau in dieser Größenordnung vertikal monumentalisiert.
Die Konstruktion erreichte ursprünglich ungefähr 60 Meter Höhe.
Für die damalige Zeit war das außergewöhnlich.
Die Ägypter zeigten damit, dass Stein in großem Maßstab für monumentale Architektur eingesetzt werden konnte.
Das war ein wichtiger technologischer und organisatorischer Fortschritt.
Die Stufenpyramide wurde damit zu einem Ausgangspunkt für weitere Experimente mit der Form der Pyramide.
Imhotep – der berühmte Architekt
Mit der Stufenpyramide ist ein Name besonders eng verbunden: Imhotep.
Er war eine bedeutende Persönlichkeit am Hof des Pharaos Djoser und wird traditionell mit der Planung und Gestaltung des Pyramidenkomplexes in Saqqara verbunden.
Imhotep war jedoch weit mehr als ein Baumeister.
Er wurde in der späteren Tradition als außergewöhnlich gebildeter Mann dargestellt.
Mit ihm wurden verschiedene Wissensbereiche verbunden, darunter:
- Architektur
- Verwaltung
- Schrift
- Religion
- Heilkunst
Sein Ansehen wuchs im Laufe der Jahrhunderte.
In späteren Zeiten wurde Imhotep sogar als eine Art göttliche oder halbgöttliche Gestalt verehrt.
Sein Name blieb deshalb lange nach dem Tod Djosers bekannt.
Imhotep und die Entwicklung des Steinbaus
Der Komplex von Djoser zeigt, wie anspruchsvoll monumentale Architektur bereits im frühen Alten Reich war.
Für ein solches Bauprojekt mussten große Mengen an Stein gewonnen und transportiert werden.
Außerdem mussten Arbeiter organisiert und präzise Baupläne umgesetzt werden.
Die Konstruktion erforderte:
- Vermessung,
- Planung,
- Materialtransport,
- Arbeitsorganisation,
- statisches Wissen,
- religiöses Verständnis,
- handwerkliches Können.
Imhotep wird mit dieser außergewöhnlichen architektonischen Leistung verbunden.
Der Komplex von Saqqara zeigt deshalb nicht nur die Macht eines Pharaos, sondern auch das beeindruckende Wissen der damaligen Baumeister.
Der Djoser-Komplex – mehr als eine Pyramide
Die Stufenpyramide stand nicht allein.
Sie war das Zentrum eines riesigen funerären Komplexes.
Um die Pyramide herum befanden sich Höfe, symbolische Gebäude, Kapellen und weitere architektonische Strukturen.
Der gesamte Bereich wurde von einer monumentalen Umfassungsmauer umgeben.
Diese Gestaltung zeigt, dass das Grab nicht einfach als Ort der Beisetzung gedacht war.
Der gesamte Komplex hatte eine religiöse und zeremonielle Funktion.
Er sollte die Weiterexistenz des Königs symbolisieren und den Rahmen für Rituale schaffen.
Deshalb lohnt es sich, bei einem Besuch nicht nur auf die Silhouette der Pyramide zu achten.
Auch die umliegenden Strukturen sind Teil ihrer Geschichte.
Die religiöse Bedeutung der königlichen Gräber
Für die alten Ägypter war der Tod keine endgültige Grenze.
Das Leben sollte in anderer Form weitergehen.
Damit dies möglich war, mussten Körper, Name und Erinnerung des Verstorbenen geschützt werden.
Rituale, Opfergaben und religiöse Texte spielten dabei eine wichtige Rolle.
Bei einem Pharao war diese Vorstellung besonders bedeutend.
Der König hatte nicht nur eine politische Funktion.
Er war eng mit der religiösen Ordnung des Landes verbunden.
Deshalb war sein Grab ein Ort von großer symbolischer Bedeutung.
Die monumentale Architektur sollte seine besondere Stellung auch nach seinem Tod sichtbar machen.
Wie entwickelte sich die Pyramidenarchitektur weiter?
Die Geschichte lässt sich als eine schrittweise Entwicklung verstehen.
Zunächst dominierten Mastabas.
Dann entstand in Saqqara die Stufenpyramide.
Später begannen die ägyptischen Baumeister, mit Pyramiden mit glatten Seiten zu experimentieren.
Ein entscheidender Ort dieser Entwicklung war Dahschur.
Dort entstanden unter Pharao Snofru unter anderem die Knickpyramide und die Rote Pyramide.
Die Knickpyramide zeigt deutlich, dass die Konstruktion einer stabilen Pyramide mit glatten Seiten nicht einfach war.
Ihr Neigungswinkel verändert sich während des Baus.
Die Rote Pyramide stellt einen weiteren Entwicklungsschritt dar und besitzt eine deutlich regelmäßigere Form.
Danach entstanden die berühmten Pyramiden von Gizeh.
Saqqara und Dahschur im Vergleich
Saqqara und Dahschur erzählen zwei unterschiedliche Kapitel derselben architektonischen Geschichte.
In Saqqara sehen wir den Übergang von der Mastaba zur Stufenpyramide.
Dahschur zeigt die nächsten großen Experimente.
Die Knickpyramide macht die konstruktiven Herausforderungen sichtbar.
Die Rote Pyramide zeigt eine erfolgreichere Lösung.
Man kann die Entwicklung deshalb vereinfacht so zusammenfassen:
Saqqara – der entscheidende Anfang.
Dahschur – Experimente und Weiterentwicklung.
Gizeh – der monumentale Höhepunkt.
Wer sich für die Geschichte der Pyramiden interessiert, sollte diese Orte deshalb möglichst nicht isoliert betrachten.
Saqqara und Gizeh – zwei völlig unterschiedliche Erfahrungen
Gizeh ist zweifellos der bekannteste Pyramidenkomplex Ägyptens.
Die Größe der Bauwerke ist beeindruckend.
Die Große Pyramide des Cheops gehört zu den berühmtesten Monumenten der Menschheitsgeschichte.
Saqqara bietet dagegen eine andere Erfahrung.
Hier geht es stärker um Entwicklung und Vielfalt.
Die Nekropole enthält Monumente aus verschiedenen Epochen.
Neben der Stufenpyramide gibt es zahlreiche Gräber und archäologische Bereiche.
Gizeh vermittelt vor allem das Gefühl monumentaler Größe.
Saqqara vermittelt eher das Gefühl einer historischen Reise durch verschiedene Entwicklungsstufen.
Beide Orte sind deshalb wertvoll – aber aus unterschiedlichen Gründen.
Warum ist Saqqara weniger bekannt als Gizeh?
Der Hauptgrund liegt in der internationalen Bekanntheit der Pyramiden von Gizeh.
Die Große Pyramide und die Sphinx gehören zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der Welt.
Saqqara ist dagegen weniger stark Teil der globalen Popkultur.
Dabei ist ihre historische Bedeutung enorm.
Viele Besucher entdecken erst während einer Reise, dass die Geschichte der Pyramiden bereits Jahrhunderte vor Gizeh eine entscheidende Entwicklung durchlief.
Saqqara bietet außerdem eine viel breitere archäologische Landschaft.
Man kann dort nicht nur eine Pyramide betrachten, sondern verschiedene Formen ägyptischer Grabarchitektur kennenlernen.
Die Gräber der Beamten
Ein besonders faszinierender Teil Saqqaras sind die Gräber hoher Beamter.
Ihre Wände wurden häufig mit Reliefs und Szenen aus dem täglichen Leben dekoriert.
Dargestellt werden unter anderem:
- Landwirtschaft,
- Ernte,
- Viehzucht,
- Fischfang,
- Jagd,
- Handwerk,
- Musik,
- Opfergaben.
Diese Darstellungen sind für die historische Forschung äußerst wertvoll.
Sie zeigen eine andere Seite des alten Ägyptens.
Pyramiden erzählen vor allem die Geschichte der Könige.
Die Gräber der Beamten geben zusätzlich Einblicke in das Leben der Menschen, die den Staat verwalteten und seine Wirtschaft organisierten.
Hieroglyphen und Reliefs in Saqqara
Wer sich für ägyptische Schrift interessiert, wird in Saqqara viele interessante Details entdecken.
Hieroglyphen erscheinen auf Wänden, Stelen und Grabdekorationen.
Die Zeichen können Menschen, Tiere, Pflanzen oder Gegenstände darstellen.
Sie waren jedoch kein einfaches Bilderalphabet.
Das ägyptische Schriftsystem konnte Laute und Bedeutungen wiedergeben.
In den Gräbern wurden unter anderem Namen, Titel und religiöse Texte festgehalten.
Wer vor dem Besuch einige grundlegende Symbole kennenlernt, kann die Reliefs anschließend mit ganz anderen Augen betrachten.
Die Pyramidentexte
Saqqara besitzt auch eine besondere Bedeutung für die Geschichte der ägyptischen Religion.
In späteren Pyramiden des Alten Reiches wurden die sogenannten Pyramidentexte angebracht.
Diese religiösen Formeln sollten den verstorbenen König schützen und ihn auf seiner Reise in die Welt der Götter begleiten.
Sie gehören zu den ältesten bekannten religiösen Textsammlungen Ägyptens.
Ihre Existenz zeigt, wie eng Architektur, Schrift und Religion miteinander verbunden waren.
Eine Pyramide war also nicht einfach ein monumentales Gebäude.
Sie war Teil eines komplexen religiösen Systems.
Saqqara für Geschichtsinteressierte
Wer sich intensiv für das alte Ägypten interessiert, sollte sich für Saqqara ausreichend Zeit nehmen.
Beginne mit der Stufenpyramide.
Betrachte anschließend den gesamten Komplex.
Danach lohnt sich ein Besuch ausgewählter Gräber.
Achte auf die Unterschiede zwischen den Grabtypen.
Betrachte die Reliefs und Hieroglyphen.
Versuche, die verschiedenen Epochen voneinander zu unterscheiden.
So wird Saqqara zu mehr als einem Fotomotiv.
Die Nekropole wird zu einem historischen Lehrbuch aus Stein.
Saqqara für Familien
Auch mit Kindern kann Saqqara interessant sein.
Die Stufenpyramide eignet sich hervorragend, um die Entwicklung der Pyramiden einfach zu erklären.
Man kann gemeinsam überlegen:
Wie sah ein älteres Grab aus?
Warum wurden weitere Ebenen hinzugefügt?
Wie konnte aus einer Mastaba eine Pyramide entstehen?
Warum sehen die Pyramiden in Dahschur anders aus?
Und warum sind die Pyramiden von Gizeh glatt?
Auf diese Weise wird aus einem historischen Besuch eine kleine Entdeckungsreise.
Kinder können außerdem versuchen, Tiere oder Menschen in den Reliefs zu finden.
Saqqara für Fotografen
Die Landschaft von Saqqara bietet viele unterschiedliche Motive.
Natürlich ist die Stufenpyramide das bekannteste.
Aber auch die Wüstenlandschaft und die Ruinen bieten interessante Perspektiven.
Besonders schön können Aufnahmen von architektonischen Details sein.
Dazu gehören:
- Säulen,
- Reliefs,
- Hieroglyphen,
- Mauern,
- Eingänge,
- Grabdekorationen.
Eine gute Fotoreise durch Saqqara sollte deshalb nicht nur aus Panoramaaufnahmen bestehen.
Gerade die kleinen Details erzählen häufig die interessantesten Geschichten.
Praktische Tipps für den Besuch von Saqqara
Ein Besuch in einer Wüstenlandschaft sollte gut vorbereitet werden.
Bequeme Schuhe
Das Gelände kann uneben und sandig sein. Bequeme Schuhe sind deshalb besonders wichtig.
Wasser
Nimm ausreichend Trinkwasser mit.
Sonnenschutz
Eine Kopfbedeckung, Sonnenbrille und Sonnenschutzmittel sind bei starker Sonne sehr hilfreich.
Leichte Kleidung
Bequeme, leichte Kleidung macht die Besichtigung angenehmer.
Früh starten
Am Morgen sind die Temperaturen häufig angenehmer als während der heißesten Stunden des Tages.
Öffnungszeiten prüfen
Öffnungszeiten, Eintrittspreise und Zugangsregeln können sich ändern. Informiere dich deshalb vor dem Besuch über die aktuellen Bedingungen.
Wie viel Zeit sollte man für Saqqara einplanen?
Wer nur die Stufenpyramide sehen möchte, kann Saqqara relativ schnell besuchen.
Für eine ausführliche Besichtigung ist jedoch deutlich mehr Zeit sinnvoll.
Die Nekropole ist groß.
Wenn du mehrere Gräber und archäologische Bereiche besuchen möchtest, solltest du einige Stunden einplanen.
Besonders interessant ist die Kombination mit Dahschur.
Wer anschließend noch Gizeh besucht, kann die Entwicklung der Pyramiden besonders gut nachvollziehen.
Eine historische Route könnte beispielsweise so aussehen:
Saqqara → Dahschur → Gizeh
Damit folgt die Reise ungefähr der Entwicklung der Pyramidenarchitektur.
Saqqara als Ausflug von Hurghada
Viele Reisende verbringen ihren Ägyptenurlaub in Hurghada.
Dort stehen vor allem das Rote Meer, Schnorcheln, Tauchen, Inseln und Wüstensafaris im Mittelpunkt.
Wer jedoch mehr über die Geschichte Ägyptens erfahren möchte, kann den Aufenthalt mit einem Ausflug nach Kairo und zu den antiken Nekropolen verbinden.
Saqqara lässt sich dabei besonders gut mit Gizeh und Dahschur kombinieren.
Für Reisende, die organisierte Ausflüge suchen, kann moreisen eine interessante Option sein. Bei der Auswahl eines passenden Programms sollte man darauf achten, ob neben den Pyramiden von Gizeh auch Saqqara und Dahschur tatsächlich Bestandteil der Route sind.
Gerade bei Ausflügen ab Hurghada sind außerdem die langen Fahrzeiten ein wichtiger Punkt.
Ein guter Reiseplan sollte deshalb genügend Zeit für die Besichtigung einplanen und nicht nur möglichst viele Sehenswürdigkeiten in einen einzigen Tag packen.
Wann ist die beste Zeit für einen Besuch?
Die angenehmeren Monate für Besichtigungen liegen normalerweise außerhalb der heißesten Sommerperiode.
Auch die Tageszeit spielt eine wichtige Rolle.
Ein früher Start hat mehrere Vorteile.
Die Temperaturen sind meist angenehmer.
Das Licht kann für Fotografien besonders schön sein.
Außerdem lässt sich ein längerer Besichtigungstag besser nutzen.
Wer im Sommer reist, sollte die Hitze besonders ernst nehmen und genügend Pausen einplanen.
Was sollte man in Saqqara unbedingt sehen?
Bei einem ersten Besuch gehören folgende Punkte ganz oben auf die Liste:
Die Stufenpyramide des Djoser
Das wichtigste Monument und Symbol der Nekropole.
Der Djoser-Komplex
Die Pyramide ist Teil eines größeren architektonischen Ensembles.
Die Gräber der Beamten
Sie bieten einen außergewöhnlichen Einblick in das Leben und die Gesellschaft des alten Ägypten.
Reliefs und Hieroglyphen
Sie zeigen religiöse Vorstellungen und Alltagsszenen.
Weitere Pyramiden und Grabstätten
Sie machen deutlich, dass Saqqara über viele Jahrhunderte genutzt wurde.
Häufig gestellte Fragen zu Saqqara
Wo befindet sich Saqqara?
Saqqara liegt südlich von Kairo auf der Westseite des Nils, in der Nähe des antiken Memphis.
Wofür ist Saqqara bekannt?
Saqqara ist vor allem für die Stufenpyramide des Djoser und ihre riesige Nekropole bekannt.
Wer war Djoser?
Djoser war ein Pharao der 3. Dynastie. Für ihn wurde der berühmte Pyramidenkomplex von Saqqara errichtet.
Wer war Imhotep?
Imhotep war eine bedeutende Persönlichkeit am Hof Djosers und wird traditionell mit der Planung des Pyramidenkomplexes verbunden. In späteren Zeiten wurde er aufgrund seiner außergewöhnlichen Fähigkeiten verehrt.
Wie alt ist die Stufenpyramide?
Sie entstand im 27. Jahrhundert v. Chr. und ist damit mehr als 4.500 Jahre alt.
Ist Saqqara älter als Gizeh?
Ja. Die Stufenpyramide entstand mehrere Jahrhunderte vor den großen Pyramiden von Gizeh.
Was ist der Unterschied zwischen Saqqara und Gizeh?
Gizeh ist vor allem für die drei großen Pyramiden und die Sphinx bekannt. Saqqara ist eine weitläufige Nekropole mit Monumenten aus verschiedenen Epochen.
Was ist der Unterschied zwischen Saqqara und Dahschur?
Saqqara ist besonders mit der Stufenpyramide des Djoser verbunden. Dahschur ist bekannt für die Knickpyramide und die Rote Pyramide.
Lohnt sich Saqqara?
Ja. Besonders für Reisende, die sich für Geschichte, Archäologie und die Entwicklung der ägyptischen Pyramiden interessieren, ist Saqqara äußerst sehenswert.
Kann man Saqqara von Hurghada aus besuchen?
Ja. Saqqara kann im Rahmen eines Kairo-Ausflugs besucht werden. Aufgrund der Entfernung sollte man jedoch auf eine realistische Planung und ausreichend Besichtigungszeit achten.
Saqqara – der Ausgangspunkt einer außergewöhnlichen Entwicklung
Die großen Pyramiden von Gizeh waren kein plötzliches Wunder.
Sie waren das Ergebnis einer langen Entwicklung.
Und Saqqara gehört zu den wichtigsten Orten, an denen diese Entwicklung sichtbar wird.
Die Stufenpyramide des Djoser zeigt, wie sich die traditionelle Mastaba in ein monumentales Bauwerk verwandelte.
Imhotep steht dabei als eine der berühmtesten Persönlichkeiten dieser frühen architektonischen Entwicklung.
Der Djoser-Komplex zeigt außerdem, dass die Ägypter bereits sehr früh in der Lage waren, riesige Steinbauten zu planen und umzusetzen.
Dahschur führt diese Geschichte weiter.
Die Knickpyramide zeigt die Herausforderungen beim Bau großer Pyramiden mit glatten Seiten.
Die Rote Pyramide zeigt einen weiteren Schritt in Richtung der klassischen Form.
Und schließlich erreichen wir Gizeh, wo die Pyramidenarchitektur eine ihrer beeindruckendsten Formen findet.
Wer diese drei Orte miteinander verbindet, bekommt deshalb ein viel besseres Verständnis für die Geschichte des alten Ägypten.
Saqqara steht für den Beginn einer neuen architektonischen Ära.
Dahschur steht für Experiment und Weiterentwicklung.
Gizeh steht für monumentale Vollendung.
Genau deshalb sollte Saqqara bei einer Ägyptenreise nicht nur als Ergänzung zu Gizeh betrachtet werden.
Die Nekropole besitzt ihre ganz eigene Bedeutung.
Sie erzählt von Königen und Beamten, von Religion und Alltag, von Hieroglyphen und Ritualen, von Architektur und technischen Innovationen.
Für Reisende, die ihren Aufenthalt am Roten Meer in Hurghada mit einem historischen Erlebnis verbinden möchten, kann ein Ausflug nach Kairo, Saqqara und Dahschur eine besonders abwechslungsreiche Ergänzung sein.
Mit einem passenden Reiseveranstalter wie moreisen lässt sich eine solche Tour entsprechend der eigenen Interessen planen – wobei es sich immer lohnt, den genauen Reiseverlauf und die enthaltenen Sehenswürdigkeiten vor der Buchung zu prüfen.
Am Ende bleibt eine einfache, aber wichtige Erkenntnis:
Wer die Pyramiden von Gizeh wirklich verstehen möchte, sollte ihre Geschichte nicht erst in Gizeh beginnen lassen.
Sie beginnt viel früher.
Und einer der wichtigsten Orte dieser Geschichte ist Saqqara.